Hallo zusammen!
Heute schreibe ich mal nicht nur als Schafbäuerin und Mutter, sondern auch als Ehefrau – und ja, ich werde euch heute mal ein bisschen von den kleinen und feinen „Herausforderungen“ berichten, die der Alltag mit dem Shoafbauer so mit sich bringt. Ihr wisst schon, der Thomas… mein Thomas, der immer mal wieder das Gefühl hat, der Kühlschrank wäre ein Rätsel, das nur auf ihn wartet.
Gestern zum Beispiel – ich schwöre, ich war richtig „hantig“. Ich hatte den ganzen Tag hinter mir – Stallarbeit, Kochen, die Flaschenlämmer versorgen, Haushalt (ihr kennt das, Mädels) – und war ziemlich erledigt. Das Abendessen stand endlich auf dem Tisch, und ich war nur noch darauf aus, mich hinzusetzen, den Tag zu beenden und mal wirklich in Ruhe zu essen. Aber nein, es kommt anders.
Da steht Thomas am Kühlschrank. Er sieht aus wie ein Gourmet auf der Jagd nach dem ultimativen Snack – und in diesem Fall geht es um etwas ganz Besonderes: die Pfefferoni. So, die Sache ist die: Ich habe diese letzte Woche extra gekauft. Ganz bewusst. Wir alle wissen, wie das läuft – da gibt’s immer diese eine Sache, die einem den Abend versüßt, und in diesem Fall: Pfefferoni.
Thomas öffnet also die Kühlschranktür, wirft einen Blick rein und ruft mit einer Dramatik, als hätte er gerade den heiligen Gral gesucht:
„Hasi, sind da gar keine Pfefferoni drin? Ich finde keine!“
Ich sitze beim Tisch, gucke ihn an, und mein erster Gedanke: Wirklich jetzt? Ich meine, da ist nur ein Glas Gurken und – huch – direkt dahinter, das Glas Pfefferoni. Aber gut, er ist ja ein Mann, und der Kühlschrank ist für ihn ein Dschungel, durch den er sich mit „völlig unverständlichem“ Blick kämpft. Also, atme ich tief durch, will ihm die Chance lassen, selbst zu suchen. Ich kann es einfach nicht fassen – wie kommt man an den Pfefferoni vorbei?
Es dauert, und dauert. Und was passiert? Nichts! Er findet keine Pfefferoni.
Ich habe ihm genug Zeit gegeben, wirklich. Und was tue ich nach gefühlten 10 Minuten? Ich kann nicht anders – ich gehe zum Kühlschrank, hole die Pfefferoni raus und gebe sie ihm, mit diesem leicht genervten, aber auch schmunzelnden Blick. Und was passiert? Der Mann strahlt!
„Oh, super! Jetzt kann ich die Pfefferoni zur Jause essen!“
Leute, ich hab’ echt fast angefangen zu lachen, obwohl ich innerlich so genervt war.
Aber wisst ihr, was das Beste an der ganzen Geschichte ist? Nachdem ich ihm die Pfefferoni überreicht hatte, war die kleine Anspannung des Tages wie weggeblasen. Die Erleichterung, dass ich auch diese winzige Herausforderung gemeistert hatte, hat mich wieder aufgemuntert. Denn ja, Thomas ist der Mann, der oft nichts findet, obwohl es direkt vor ihm steht. Aber wisst ihr was? Ich liebe ihn trotzdem, gerade wegen dieser kleinen Eigenheiten.
Ich glaube, es ist auch diese Mischung aus Geduld und Liebe, die unsere Beziehung ausmacht. Wir lachen über die kleinen Dinge, auch wenn sie manchmal an den Rand des Wahnsinns führen. Also ja, es gibt viele Tage, an denen ich fast verzweifle, aber genauso viele Momente, in denen ich über uns schmunzeln muss. Ich kann ja auch nicht wirklich böse sein – denn immerhin, wir sind ein unschlagbares Team. Und wie gesagt: Die Pfefferoni, die haben wir trotzdem gemeistert!
Und ja, liebe Leute, am Ende des Tages – auch wenn er es vielleicht nicht immer selber schafft, den Kühlschrank zu durchforsten, bleibt eines immer wahr: Ich liebe diesen Mann, und wir sind gemeinsam stärker als jede Pfefferoni. Na ja, fast jedenfalls. 😉
Eure Gerhild